Auszüge aus der Konzeption unserer Einrichtung

Die gesamte Konzeption unserer Einrichtung finden Sie unter www.diakoniewerk-essen.de, Kindertagesstätten, Kita Postreitweg

 

 

Brief an unsere Kinder

Liebes Kita-Kind,

wir freuen uns, dass du zu uns in die Kindertageseinrichtung kommst. Sicherlich bist du neugierig und gespannt, was du alles erleben wirst.

Erste Schritte gehst du alleine, sammelst ohne deine Eltern vielfältige Erfahrungen; deshalb müssen wir ihnen viel erzählen, einiges von dir aufschreiben und in Dokumentationen festhalten.

Dabei wirst du uns eine große Hilfe sein. Du wirst spielen, malen, matschen, singen, tanzen, musizieren, erzählen, dich bewegen, forschen und entdecken, zuhören, fröhlich und traurig sein, dein Lachen wird uns erfreuen und deine Tränen werden wir trocknen, du wirst Geschichten erfinden und Rollenspiele mit uns gestalten, über Gott und die Welt reden, Feste feiern, Gottesdienste besuchen, Ausflüge machen, Projekte gestalten, Freunde und Freundinnen haben und einen festen Platz in deiner Gruppe und in der Kita finden.

Du wirst mit all diesen Vorhaben wachsen und groß werden. Wir werden dich ein Stück auf deinem Lebensweg begleiten und gemeinsam viel Neues lernen.

Wir freuen uns auf dich!

Deine Erzieher/innen

 

 

 

 

Einblicke in unsere Arbeit

In unserer Arbeit stehen Bildung, Erziehung und Betreuung im Mittelpunkt. Unsere Einrichtung soll Lebensraum sein, in dem sich Kinder und Familien aufgehoben fühlen und Begegnungen vielfältiger Art stattfinden können.

Im Gruppenalltag finden die Kinder ihre eigene Identität im Zusammenleben mit anderen, sie begegnen fremden Kulturen und lernen voneinander.

Die Kinder bekommen Zeit zum Denken, Diskutieren und Philosophieren. Sie sind kreativ im künstlerischen und musischen Bereich. Sie bewegen sich viel und essen gesund. Die Kinder lernen mit der Schöpfung verantwortlich umzugehen.

 

Projektarbeit

Ein Schwerpunkt ist bei uns die Projektarbeit.

Wir hören den Kindern intensiv zu und geben ihnen keine Themen vor, sondern nehmen ihre Fragen auf und entwickeln daraus gemeinsam Projekte, die manchmal nur kurze Zeit dauern oder über einen längeren Zeitraum verfolgt werden.

Die Mitarbeitenden beobachten die Kinder, reflektieren im Team und sind den Kindern Entwicklungsbegleiter/innen.

Sie fördern Bildungsprozesse, ohne diesen vorzugreifen, weil sie den Kinderfragen nachgehen und diesen Raum geben.

Sie setzten Impulse, wenn es nötig ist und stellen den Kindern Materialien zum Forschen und Entdecken bereit.

Wir verstehen den Raum als dritten Erzieher, als Ort der Begegnung der Kinder untereinander und Kindern und Erwachsenen.

 

Musikalische Früherziehung

Erfahrungen im Bereich der Musik sollen die Kinder täglich sammeln. Die Erzieher*innen singen mit den Kindern, spielen mit ihnen Singspiele oder gestalten kleine Klanggeschichten. Die Kinder entwickeln und stärken ihre Sinne. Sie lernen Töne zu hören und zu unterscheiden.

Zusätzlich haben die Kinder die Möglichkeit, ein Angebot durch einen Musikpädagogen zu nutzen.

 

Freies Gestalten und Basteln

Dieser Bereich hat einen sehr großen Stellenwert in unserer Kita.

Kleine Hände schaffen mit Papier, Pappe, Ton, Knete, Holz oder Farben fantastische Wirklichkeiten. Wenn Feen, Drachen, Gespenster und Ungeheuer Gestalt annehmen, hilft es den Kindern Ängste abzubauen.

Zur Kreativität gehören Wagnis, Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Deshalb ist es wichtig, die Kinder immer wieder zu ermutigen, sich mit Farben und Materialien auszuprobieren, so dass sich das eigene Selbstwertgefühl festigen kann.

Originelle Unikate entstehen nur durch freies Arbeiten.

 

Kita mit Kulturprofil

In unserer Gemeinde gibt es den öffentlichen "Kunstraum Notkirche" an der Mülheimer Straße. Es finden dort jährlich vier Ausstellungen zeitgenössischer Kunst statt.

Das offene Angebot im Stadtteil nutzen wir mit den Kindern und Eltern über den zuständigen Pfarrer und Kurator seit über zehn Jahren. Wir besuchen Ausstellungen und haben dort Kontakte mit den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern. 

Im Jahr 2011 wurde unsere Kita mit dem NRW Preis "Kultur prägt!" ausgezeichnet.

 

Religiöse Erziehung

Zu unserem religiösen Selbstverständnis gehört es, Kinder an die Hand zu nehmen, ihnen Geborgenheit und Vertrauen zu vermitteln.

Kinder brauchen Zuwendung, Orientierung und Wertschätzung. Sie suchen einen festen Platz in der Schöpfung und brauchen Raum und Zeit zum Kindssein.

Kinder stellen Fragen nach dem Woher und Wohin. Sie wollen begleitet werden und brauchen Rituale und Geschichten, in denen sie die Zusage Gottes erfahren, dass sie wichtig sind.

 

Sprachförderung

Die Kinder sprechen, singen, erzählen und reimen in vielen Situationen des Tagesablaufes.

Im Konzept der Einrichtung hat die Sprachförderung einen fetsen Platz. Sie findet in allen Alltagsbegebenheiten der Kinder statt.

In den Gruppen stehen den Kindern Bilderbücher, Vorlesebücher und eingerichtete Schreibecken zur Verfügung. Die Erzieher/innen lesen ihnen vor, regen sie an zu erzählen, geben ihnen Gelegenheiten Wortspiele zu erfinden, zu reimen und viel zu singen.

Kinder mit Migrationshintergrund werden besonders unterstützt.

 

Forscher- und Entdeckerkinder

Unsere Forscher- und Entdeckerkinder begründen sich in der Reggio-Pädagogik. Hier wird den Kindern viel Raum und Zeit gegeben, ihrem Forschungs- und Entdeckungsdrang nachzugehen.

Sie werden ermutigt und unterstützt, ihre Kreativität in diesem wichtigen Bereich zu leben. Sie dürfen, können und werden so "sprudelnde Quellen" für sich und ihre Umgebung sein. Das Auge soll sehen, das Ohr soll hören und der Geist soll wach sein.

Fairetrade Kinderguppe

Seit März 2019 sind wir eine Faire KITA in der Fairen Metropole Ruhr. Eine Projektgruppe mit interessierten Kindern trifft sich regelmäßig im Familienzentrum, um Themen zur Umwelt, zum Klima, zur Ernährung , eben zum fairen Miteinanderleben in der Schöpfung, zu erarbeiten.

 

Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung

Die Kindertageseinrichtungen haben einen eigenständigen Bildungsauftrag.

Die gesamte Zeit, die ein Kind in einer Kita verbringt, ist die Zeit vor der Schule. Von daher findet "Vorschulerziehung" in der gesamten Kita-Zeit statt. Trotzdem liegt ein besonderes Augenmerk auf den "Großen" in der Einrichtung. Sie fordern uns Erwachsene anders heraus. Sie brauchen nach ihren persönlichen Bedürfnissen, Kentnissen und Erfahrungswerten, Zuwendung und alltersgerechte Förderung.

Das Team

Alle Mitarbeitenden haben einen festen Platz im Team.

In Tageseinrichtungen für Kinder arbeiten Mitarbeiterinnen unterschiedlichen Alters, Ausbildungen, Begabungen, Berufserfahrungen und persönlichen Einstellungen. Diese Vielfalt bereichert unsere Arbeit.

Die Eltern

Die Zusammenarbeit mit Eltern baut sich auf Partnerschaft und Vertrauen auf.

Tageseinrichtungen für Kinder leisten in Zusammenarbeit mit Eltern Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit. Die Erziehung in der Familie wird somit unterstützt, erweitert und ergänzt.

Um den Weg zu diesen Zielen zu finden, müssen die Bedarfslagen der Familien bekannt sein. Diese werden regelmäßig im Familienzentrum erfragt und evaluiert.